Willkommen im Kompetenzzentrum Eierstockkrebs an der Charité!
Wir sind ein Team aus erfahrenen Ärzten, das sich der exzellenten Behandlung von Eierstockkrebs verschrieben hat.
Fertilität und Krebs
Die Diagnose Krebs stellt das Leben auf den Kopf. Neben der Angst um die Gesundheit beschäftigt viele junge Patientinnen auch die Frage nach der Familienplanung. Moderne Methoden der Fruchtbarkeitserhaltung können den Kinderwunsch auch nach einer Krebstherapie ermöglichen.
Kinderwunsch und Krebserkrankung
Eine Krebserkrankung und deren Behandlung können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Chemotherapie, Strahlentherapie und operative Eingriffe können die Eierstöcke schädigen und zu einer vorzeitigen Menopause führen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu erhalten.
Was ist FertiPROTEKT?
Das FertiPROTEKT Netzwerk ist ein Zusammenschluss von über 100 Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich auf fertilitätserhaltende Maßnahmen bei Krebspatientinnen spezialisiert haben. Das Netzwerk bietet standardisierte Verfahren und eine flächendeckende Versorgung.
Primäres und Sekundäres FertiPROTEKT
Primäres FertiPROTEKT umfasst Maßnahmen, die vor Beginn einer gonadotoxischen Therapie (z.B. Chemotherapie) durchgeführt werden. Ziel ist es, Eizellen oder Eierstockgewebe zu konservieren, bevor die Behandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.
Sekundäres FertiPROTEKT bezeichnet Maßnahmen nach Abschluss der Krebstherapie. Hier geht es um die Nutzung der zuvor konservierten Eizellen oder des Gewebes sowie um die Behandlung einer möglicherweise eingetretenen eingeschränkten Fruchtbarkeit.
Methoden der Fruchtbarkeitserhaltung
Oozyten-Kryokonservierung
Bei der Oozyten-Kryokonservierung werden nach einer hormonellen Stimulation reife Eizellen entnommen und eingefroren. Diese können später aufgetaut und für eine künstliche Befruchtung verwendet werden. Das Verfahren dauert etwa 10-14 Tage und kann in vielen Fällen auch parallel zur Krebsdiagnostik durchgeführt werden.
Ovarialgewebe-Kryokonservierung
Bei der Kryokonservierung von Eierstockgewebe wird ein Teil des Eierstocks operativ entnommen und eingefroren. Nach Abschluss der Krebstherapie kann das Gewebe zurücktransplantiert werden. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn keine Zeit für eine hormonelle Stimulation bleibt oder bei präpubertären Patientinnen.
GnRH-Agonisten
GnRH-Agonisten können die Eierstöcke während einer Chemotherapie in eine Art "Ruhezustand" versetzen und so möglicherweise vor Schäden schützen. Diese Methode wird oft ergänzend zu anderen Verfahren eingesetzt.
MenoProtekt: Therapieinduzierte Menopause
Viele Krebstherapien können zu einer vorzeitigen Menopause führen. Das MenoProtekt-Programm befasst sich mit den Folgen dieser therapieinduzierten Menopause und bietet Unterstützung bei:
- Hormonellen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen
- Sexuellen Funktionsstörungen
- Osteoporose-Prävention
- Psychologischer Begleitung
- Hormonersatztherapie nach individueller Abwägung
Risiken nach Krebsart
Das Risiko für eine therapiebedingte Unfruchtbarkeit variiert je nach Krebsart und Therapie:
- Morbus Hodgkin: Je nach Therapieprotokoll besteht ein erhöhtes Risiko für eine dauerhafte Schädigung der Eierstockfunktion, insbesondere bei intensiven Chemotherapie-Schemata.
- Darmkrebs: Neben der Chemotherapie kann auch eine Bestrahlung des Beckens die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
- Weichteilsarkome: Abhängig von der Lokalisation und dem Therapiekonzept können verschiedene Behandlungen die Fruchtbarkeit gefährden.
- Eierstockkrebs: Bei bestimmten Tumorarten und -stadien kann eine fertilitätserhaltende Operation in Betracht gezogen werden.
Das FertiPROTEKT Netzwerk e.V.
Das FertiPROTEKT Netzwerk e.V. wurde gegründet, um:
- Eine flächendeckende Versorgung mit fertilitätserhaltenden Maßnahmen sicherzustellen
- Qualitätsstandards für die Behandlung zu etablieren
- Wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln und auszuwerten
- Patientinnen und Ärzte über Möglichkeiten zu informieren
- Die Kostenübernahme durch Krankenkassen zu fördern
Kostenübernahme
Seit Juli 2021 haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf Leistungen zur Fertilitätserhaltung, wenn eine Erkrankung oder deren Behandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Die Kosten für die Kryokonservierung von Eizellen oder Eierstockgewebe sowie die zugehörige Lagerung werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen.
Beratung an der Charité
An der Frauenklinik der Charité bieten wir eine umfassende Beratung zu allen Fragen rund um Fertilität und Krebs. Unser interdisziplinäres Team aus Onkologen, Reproduktionsmedizinern und Psychologen begleitet Sie auf diesem Weg.
Wir arbeiten eng mit dem FertiPROTEKT Netzwerk zusammen und können alle gängigen fertilitätserhaltenden Maßnahmen anbieten. Eine frühzeitige Beratung – idealerweise vor Therapiebeginn – ermöglicht die bestmögliche Planung.
Fazit
Eine Krebserkrankung bedeutet nicht zwangsläufig das Ende des Kinderwunsches. Moderne Methoden der Fruchtbarkeitserhaltung bieten vielen Patientinnen die Chance, auch nach einer Krebstherapie Mutter zu werden. Wichtig ist eine frühzeitige Beratung und individuelle Planung. Sprechen Sie uns an – wir sind für Sie da.
Leistungen
Wir bieten Ihnen das gesamte Therapiespektrum in der Gynäkologie an.
Operation
Präzise chirurgische Eingriffe zur bestmöglichen Entfernung des Tumors und Erhaltung gesunden Gewebes.
Chemotherapie
Medikamentöse Behandlung zur gezielten Bekämpfung von Krebszellen und Verhinderung ihres Wachstums.
Zweitmeinung
Expertenbewertung Ihrer Diagnose und Therapieoptionen für eine fundierte, sichere Behandlungsentscheidung.
Tumorkonferenz
Interdisziplinäre Fachärzt:innen beraten gemeinsam über die optimale Therapie für jede Patientin.
Fertilitätserhaltung
Beratung und Maßnahmen zur Erhaltung der Fruchtbarkeit vor und nach einer Krebstherapie.
Nachsorge
Regelmäßige Kontrollen zur frühzeitigen Erkennung eines Rückfalls und Sicherung des Behandlungserfolgs.
Unterstützende Angebote
Individuelle Beratungen und Therapieangebote zur Linderung von Beschwerden und Stärkung der Lebensqualität.
Terminvereinbarung
Jeder kann einen Termin anfragen – alles, was Sie tun müssen, ist, uns zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt.
Zertifikate
Unsere Zertifikate belegen unsere ausgewiesene Expertise und hohe Behandlungsqualität in der Therapie von Eierstockkrebs – für bestmögliche Versorgung und Sicherheit unserer Patientinnen.
Abteilungen
Die Charité - Universitätsmedizin Berlin ist ein renommiertes akademisches medizinisches Zentrum mit zahlreichen Abteilungen, Instituten und Dienstleistungen, die eine umfassende Patientenversorgung gewährleisten. Hier ist eine Übersicht über einige der Hauptabteilungen und -institute:
Radiologie
Hochmoderne Bildgebung für eine präzise Diagnostik und Therapieplanung mittels CT, MRT und Ultraschall.
Eierstocktumore werden meist zufällig im Ultraschall entdeckt oder sie verursachen durch große Ausmaße Beschwerden. Die MRT ist Mittel der Wahl zur weiteren Untersuchung. Zunächst gilt es, normale Funktionszysten der Eierstöcke, die 3-4 cm groß werden können, von wahren Tumoren zu unterscheiden. Große Funktionsszysten sollten lediglich nach 3 Monaten im Ultraschall kontrolliert werden. Auch Manifestationen einer Endometriose verursachen zystische Raumforderungen. Die eigentlichen Tumoren der Eierstöcke sind vielfältiger Natur. Die MRT ist die Methode der Wahl zur Abbildung der Ausdehnung des Tumors im kleinen Becken und zur Darstellung eines bösartigen Tumorwachstums. Schließlich kann durch Zusammenschau des Erscheinungsbilds des Tumors, eines ein- oder beidseitigen Befalls der Eierstöcke und des Alters der Patientin mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die eigentliche Herkunft des Tumors geschlossen werden. Die sichere Diagnose muss dann nach operativer Tumorentfernung erfolgen. Eine diagnostische Ausnahme stellt das gutartige Teratom des Eierstocks dar, das durch seinen Fettgewebsanteil eindeutig von den übrigen Eierstocktumoren differenziert werden kann. Besonders häufig treten gut- und bösartige epitheliale Tumoren, wie das Adenom / Adenokarzinom des Eierstocks auf. Die MRT ist in der Nachsorge erste Wahl zum Rezidivausschluss.
Anästhesie
Die Anästhesie spielt eine zentrale Rolle bei der sicheren und schonenden Durchführung von Operationen bei Eierstockkrebs. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich eine große Anzahl dieser Eingriffe durchführt, setzen wir auf modernste Narkoseverfahren, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Die Operation erfolgt unter Allgemeinanästhesie, sodass die Patientin während des gesamten Eingriffs schmerzfrei und tief entspannt ist. Dabei kommen individuell abgestimmte Verfahren zum Einsatz, die eine schnelle Erholung und eine möglichst geringe Belastung für den Körper ermöglichen. Ergänzend setzen wir schonende Schmerzmanagement-Konzepte ein, um die postoperative Erholung zu unterstützen. Dank unserer hohen Expertise und Erfahrung bieten wir höchste Sicherheitsstandards und individuelle Betreuung – von der präoperativen Vorbereitung bis zur Nachsorge. Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen eine bestmögliche Versorgung in einem Zentrum mit exzellenter medizinischer Qualität zu bieten.
Onkologie
Die Onkologie spielt eine zentrale Rolle in der ganzheitlichen Behandlung von Eierstockkrebs und arbeitet eng mit der Gynäkologie zusammen, um eine bestmögliche Therapie für jede Patientin zu gewährleisten. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste diagnostische und therapeutische Konzepte. Nach der Operation durch die gynäkologische Chirurgie übernimmt die Onkologie die individuell abgestimmte Nachbehandlung, die je nach Befund Chemotherapie, Immuntherapie oder innovative zielgerichtete Therapien umfassen kann. Unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Onkologen und Gynäkologen entwickelt für jede Patientin eine personalisierte Behandlungsstrategie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Durch die enge Verzahnung von Chirurgie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine umfassende, leitliniengerechte Versorgung auf höchstem Niveau – für bestmögliche Therapieergebnisse und eine optimale Betreuung während des gesamten Behandlungsverlaufs.
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der interdisziplinären Behandlung von Eierstockkrebs und kommt in speziellen Fällen ergänzend zur Operation und medikamentösen Therapie zum Einsatz. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste strahlentherapeutische Verfahren, um gezielt und schonend Tumorreste oder Metastasen zu bekämpfen. Während Eierstockkrebs vorrangig operativ und medikamentös behandelt wird, kann die Strahlentherapie bei lokal begrenzten Rückfällen oder symptomatischen Metastasen zur Schmerzlinderung und Tumorkontrolle eingesetzt werden. Durch hochpräzise Bestrahlungstechniken minimieren wir die Belastung für gesundes Gewebe und maximieren die therapeutische Wirkung. Unsere enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie und Onkologie ermöglicht eine individuell abgestimmte Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau. Dank unserer umfassenden Erfahrung und exzellenten technischen Ausstattung gewährleisten wir eine schonende und effektive Therapie – immer mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität für unsere Patientinnen zu erhalten.
Physiotherapie
Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle in der ganzheitlichen Versorgung von Patientinnen mit Eierstockkrebs. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, setzen wir auf individuell abgestimmte physiotherapeutische Konzepte, um die körperliche Erholung nach der Behandlung zu unterstützen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Nach einer Operation oder während einer Chemotherapie kann es zu Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen und Erschöpfung kommen. Durch gezielte Übungen hilft die Physiotherapie, die Mobilität zu fördern, die Muskulatur zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Speziell angepasste Programme können zudem Lymphödeme reduzieren und die Regeneration nach dem Eingriff beschleunigen. Unser interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, Gynäkologen und Onkologen arbeitet eng zusammen, um eine bestmögliche, individuelle Therapie anzubieten. Dank unserer langjährigen Erfahrung und modernen Rehabilitationsansätze begleiten wir unsere Patientinnen einfühlsam auf ihrem Weg zur Genesung.
Psychoonkologie
Die Diagnose Eierstockkrebs stellt für Patientinnen und ihre Angehörigen eine enorme emotionale Belastung dar. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, ist die psychoonkologische Begleitung ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Versorgung. Unsere erfahrenen Psychoonkologen unterstützen Patientinnen dabei, Ängste zu bewältigen, emotionale Stabilität zu finden und ihre Lebensqualität während und nach der Behandlung zu verbessern. Individuelle Beratungen, Gesprächsgruppen und bewährte psychotherapeutische Methoden helfen, den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern und die seelische Widerstandskraft zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine ganzheitliche Betreuung auf höchstem Niveau. Unser Ziel ist es, jeder Patientin in dieser herausfordernden Zeit zur Seite zu stehen und sie sowohl medizinisch als auch emotional bestmöglich zu unterstützen.
Sozialdienst
Der Sozialdienst spielt eine zentrale Rolle in der Betreuung von Patientinnen mit Eierstockkrebs. In unserem spezialisierten Zentrum unterstützen wir Patientinnen und ihre Familien bei sozialrechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen rund um die Erkrankung. Unsere Experten helfen bei der Beantragung von Reha-Maßnahmen, Pflegeleistungen und Schwerbehindertenausweisen sowie bei beruflichen und sozialen Herausforderungen. Durch enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten bieten wir eine umfassende Begleitung für eine bestmögliche Versorgung – über die medizinische Behandlung hinaus.
Schmerztherapie
Eine effektive Schmerztherapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Patientinnen mit Eierstockkrebs. In unserem Kompetenzzentrum setzen wir auf moderne multimodale Ansätze, die medikamentöse, interventionelle und nicht-medikamentöse Verfahren kombinieren. Ein besonderes Element ist das Konzept "Die bewegte Station" auf unseren gynäkologischen Stationen. Durch frühzeitige Mobilisation, physiotherapeutische Maßnahmen und gezielte Bewegungsprogramme unterstützen wir die Schmerzlinderung aktiv. Dies fördert nicht nur die Genesung nach der Operation, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden der Patientinnen. Unser interdisziplinäres Team aus Schmerztherapeuten, Gynäkologen und Physiotherapeuten entwickelt für jede Patientin eine individuell abgestimmte Strategie – für eine bestmögliche Schmerzreduktion und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.
Spezialist:innen
Unsere Spezialist:innen, die auf Eierstockkrebs fokussiert sind, bieten eine umfassende, individuell angepasste Behandlung, die modernste diagnostische Verfahren, innovative Therapien und eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Disziplinen umfasst.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli
KlinikdirektorKlinische und wissenschaftliche Leitung
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Dr. med. (syr) Mustafa Zelal Muallem
Leitender OberarztStellvertretender Klinikdirektor
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Klaus Pietzner
OberarztLeiter des Studienzentrums
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

PD Dr. med. Jacek Grabowski
FacharztLeiter der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV)
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Carmen Beteta
OberärztinSchwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Tjadina Arndt
FachärztinSchwerpunkt: Gynäkologische Onkologie, medikamentöse Tumortherapie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Malte Renz
OberarztSchwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Impressionen
In unserer Bildergalerie geben wir Ihnen einen Einblick in unser Kompetenzzentrum und die moderne Ausstattung unserer Klinik. Hier sehen Sie, wie wir eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre für unsere Patientinnen schaffen.
Häufige Fragen zu Fertilität und Krebs
In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Fruchtbarkeitserhaltung bei Krebserkrankungen.
Was ist FertiPROTEKT?
FertiPROTEKT ist ein deutschlandweites Netzwerk von über 100 spezialisierten Zentren, das Maßnahmen zur Fruchtbarkeitserhaltung bei Krebspatientinnen koordiniert und durchführt. Das Netzwerk stellt sicher, dass Patientinnen schnell und qualitätsgesichert beraten und behandelt werden können.
Welche Methoden der Fertilitätserhaltung gibt es?
Die wichtigsten Methoden sind die Oozyten-Kryokonservierung (Einfrieren von Eizellen nach hormoneller Stimulation), die Ovarialgewebe-Kryokonservierung (Einfrieren von Eierstockgewebe zur späteren Retransplantation) und der medikamentöse Schutz mit GnRH-Agonisten. Die Wahl der Methode hängt von verschiedenen Faktoren wie Zeit bis zum Therapiebeginn, Alter und Art der Krebserkrankung ab.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Seit Juli 2021 haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf Leistungen zur Fertilitätserhaltung, wenn eine Erkrankung oder deren Behandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Die Kosten für die Kryokonservierung von Eizellen oder Eierstockgewebe sowie die zugehörige Lagerung werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen.
Wie viel Zeit habe ich vor Beginn der Krebstherapie?
Die verfügbare Zeit hängt von der Art und Dringlichkeit der Krebsbehandlung ab. Eine Oozyten-Kryokonservierung benötigt etwa 10-14 Tage für die hormonelle Stimulation. Bei sehr dringenden Fällen kann eine Ovarialgewebe-Kryokonservierung innerhalb weniger Tage durchgeführt werden. Eine frühzeitige Beratung ist daher entscheidend.
Was ist eine therapieinduzierte Menopause?
Eine therapieinduzierte Menopause tritt auf, wenn Krebsbehandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung die Eierstockfunktion so stark schädigen, dass die Menstruation dauerhaft ausbleibt. Dies kann zu Wechseljahresbeschwerden, Unfruchtbarkeit und langfristigen gesundheitlichen Folgen wie Osteoporose führen.
Was ist der Unterschied zwischen primärem und sekundärem FertiPROTEKT?
Primäres FertiPROTEKT umfasst alle Maßnahmen vor Beginn der Krebstherapie, um Eizellen oder Gewebe zu konservieren. Sekundäres FertiPROTEKT bezieht sich auf die Nutzung der konservierten Proben nach Abschluss der Therapie sowie auf die Behandlung einer möglicherweise eingetretenen Unfruchtbarkeit.
Wie lange können Eizellen eingefroren bleiben?
Kryokonservierte Eizellen können theoretisch unbegrenzt aufbewahrt werden. Studien zeigen, dass auch nach vielen Jahren der Lagerung keine Qualitätseinbußen auftreten. Die Erfolgsraten bei einer späteren Befruchtung hängen hauptsächlich vom Alter zum Zeitpunkt der Entnahme ab.
Ist eine Schwangerschaft nach Krebs sicher?
Für viele Krebsarten gilt, dass eine Schwangerschaft nach erfolgreicher Behandlung und ausreichender Wartezeit sicher ist und das Rückfallrisiko nicht erhöht. Die empfohlene Wartezeit variiert je nach Krebsart und Therapie. Eine individuelle Beratung durch Ihre behandelnden Ärzte ist unbedingt erforderlich.
An wen kann ich mich für eine Beratung wenden?
An der Charité bieten wir eine umfassende Beratung zu Fertilität und Krebs an. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde oder kontaktieren Sie uns telefonisch. Auch das FertiPROTEKT Netzwerk bietet auf seiner Website eine Übersicht aller zertifizierten Zentren in Ihrer Nähe.
Patientenstimmen
Die Erfahrungen unserer Patientinnen sind uns besonders wichtig. Hier teilen einige von ihnen ihre persönlichen Geschichten und Eindrücke von der Behandlung im Kompetenzzentrum Eierstockkrebs der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Standort
Klinik für Gynäkologie mit Department für onkologische Chirurgie, Campus Virchow-Klinikum
Adresse
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Rufen Sie uns an
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